Für Prozessanalysen

Neues Tool verfügbar

Den Prozessen auf den Zahn gefühlt

Geschäftsprozesse sind die Basis jedes Unternehmens. Will man sie analysieren und optimieren braucht es eine detaillierte und verständliche Darstellungsform. Dr. Christine Natschläger vom Software Competence Center Hagenberg – einem COMET Zentrum – beschreibt die Vorgehensweise so: „Die Grundidee des Process Mining ist reale (de facto) Prozesse durch Extraktion von Wissen aus Ereignislogs zu erkennen, zu überwachen und zu verbessern“. Das ist auch der eigentliche Unterschied zwischen Process Mining und klassischem Business Process Management (BPM). BPM basiert auf dem Top-down Prinzip, d.h. ein Prozessmodell wird definiert (de jure) und ausgeführt. In der praktischen Ausführung können jedoch Abweichungen auftreten bzw. fehlen entsprechende Ausführungsdaten. Im Gegensatz dazu setzt Process Mining beim durchgeführten Produktionsprozess an und identifiziert das reale Prozessmodell mit detaillieren Kennzahlen (Bottom-up Prinzip).

Die Daten, die als Basis für die Prozessanalyse dienen, sind im Unternehmen in der Regel bereits vorhanden, z.B. als Ereignislogdaten von Maschinen oder aufbereitet in Datenbanken. Diese Daten werden analysiert und in Verbindung zueinander gebracht werden. Das  wertvolle Wissen über die aktuellen Abläufe eines Unternehmens kann Ausgangsbasis für die Implementierung eines Softwaresystems, für die Verbesserung der Prozesse (Ausreißer-/Fehlverhalten identifizieren, Ermittlung von Ausführungs-/Warte-/Durchlaufzeiten) oder für die Kontrolle der Prozesseinhaltung sein. Herausforderungen sind laut Natschläger: „heterogene Datenquellen, die Identifikation und Korrektur von fehlenden und fehlerhaften Daten, die Auswahl der passenden Mining-Algorithmen sowie potenzielle Prozessveränderungen im Analysezeitraum.“

Tool schafft Durchblick

Mit dem Tool SCCH Process AnT können wir Prozesse präzise analysieren. Es kann große Datenmengen effizient und verlässlich verarbeiten. Wir können so eine umfangreiche und detaillierte Prozessanalyse mit verschiedensten Kennzahlen anbieten“, erklärt Dr. Christine Natschläger vom SCCH.

 

Weitere Vorteile des Tools sind:

  • Darstellung des Hauptprozesses mit Filterung von Ausreißern sowie des gesamten Prozesses (100%)
  • Vergleich von de jure (soll) und de facto (ist) Prozessmodellen
  • Detaillierte Auswertung und Darstellung von Kennzahlen (absolute und relative Häufigkeiten), Zeitangaben (Ausführungs- und Wartezeiten) und Metadaten (z.B. Kosten, Ressourcen oder Qualitätskennzahlen)

Mehr Informationen finden Sie hier: http://www.scch.at/de/rse-forschung-details/scch-process-ant

 

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