Software für die Produktion

IT ist Schlüsseltechnologie im Digitalen Wandel

„Industrie 4.0 & Digitalisierung sind zentrale Schwerpunkte für den Wirtschaftsstandort OÖ und IT ist unbestritten eine Schlüsseltechnologie im digitalen Wandel. Zwischen 2008 und 2013 ist die Wertschöpfung im Bereich Information & Kommunikation in Oberösterreich jährlich durchschnittlich um 7,3 % gewachsen – fast dreimal so stark wie in Gesamt-Österreich. Auch die Zahl der Beschäftigten ist von 2011 bis 2013 um 7,8 % angestiegen“, unterstrich Wirtschaftsreferent Landeshauptmann-Stv. Dr. Michael Strugl in seinen Begrüßungsworten zur Veranstaltung in der Wirtschaftskammer OÖ. „Die Maßnahmen im Rahmen der Leitinitiative Digitalisierung des Landes OÖ sollen den fokussierten Ausbau der Innovationskompetenz massiv beschleunigen und den künftigen Bedarf an Fachkräften decken“, erklärte LH-Stv. Strugl.

 

Beim Software Research Day trafen sich Politik, Forschung und Wirtschaft
CSO SCCH Prof. Dr. A Min Tjoa, LH Stv. Dr. Michael Strugl, Xephor Solutions-CEO Isabel, Kunst, CEO SCCH Dr. Klaus Pirklbauer und Geschäftsführer von TRUMPF Austria, Dr. Armin Rau.

Daten als Grundlage der Wertschöpfung

„Software ist heutzutage aus keinem Bereich des täglichen Lebens wegzudenken. Das trifft nicht nur auf den privaten Bereich zu. Insbesondere in der industriellen Produktion geht heutzutage nichts mehr ohne Software – sie ist der entscheidende Faktor für mehr Flexibilität und Individualität in der Fertigung“ sagt Dr. Klaus Pirklbauer, kaufmännischer  Leiter des SCCH. „Es geht dabei aber nicht nur um die Algorithmen, die Programme und die Interaktion der Menschen mit der Software, sondern die Daten gewinnen in den letzten Jahren immer stärker an Bedeutung. Sie sind die Grundlage zur Gewinnung von entscheidungsrelevanten Informationen, aus denen konkrete Handlungsempfehlungen abgeleitet werden können. Die Produktion, die sich selbst anpassen kann, die Fehler vor ihrem Auftreten erkennt und Wartungsarbeiten zum richtigen Zeitpunkt initiiert, ist keine heute Zukunftsvision mehr, sondern bereits Realität. Wie die Initiativen rund um die Themen Industrie 4.0, Digitalisierung und Datenanalyse zeigen, stecken wir mitten in einer großen Veränderung. SCCH forscht und arbeitet schon seit vielen Jahren in den software- und datenorientierten Aspekten dieser zukunftsträchtigen Lösungen. Die erzielten Forschungsergebnisse tragen wesentlich dazu bei, den Forschungs- und Wirtschaftsstandort OÖ zu stärken“, führt Pirklbauer weiter aus. Prof. Dr. A Min Tjoa, wissenschaftlicher Leiter des SCCH betonte die Bedeutung der COMET-Zentren: „COMET-Zentren, wie das SCCH, stehen für Exzellenz. Sie werden von einer internationalen Jury evaluiert und so kann hochwertige Forschung für die Wirtschaft garantiert werden.“

SCCH setzt gezielte Schwerpunkte

Das SCCH setzt neben Software Science insbesondere Schwerpunkte auf die Themen Smart Data Analytics sowie Deep Learning.

Prof. Dr. A Min Tjoa vom SCCH „Software und Daten sind Kernthemen für Industrie 4.0“

Digitalisierung auch Thema für Start-ups

Dass Industrie 4.0 nicht nur ein Thema für große Produktionsbetriebe ist, zeigte die sogenannte ‚Ideengreislerei‘ – ein Forum im Rahmen der Veranstaltung, bei dem sich unterschiedliche Start-ups mit ihren Lösungen präsentierten. Sichtbar wird dabei, dass Digitalisierung neue Geschäftsmodelle hervorbringt. Zum Beispiel das Linzer Unternehmen My ESEL fertigt maßgeschneiderte und individuell designte Fahrräder in industrieller Massenproduktion zu günstigen Endkundenpreisen. Im Produktionsverfahren kommt biometrische Software zum Einsatz, welche die Rahmengeometrie berechnet und automatisch die Produktionsdaten erstellt. Innovative Start-ups gestalten auch die Zukunft von Künstlicher Intelligenz mit. Zum Beispiel bietet das Unternehmen Xephor Solutions IT-Lösungen basierend auf Artificial General Intelligence. Durch diese moderne Technologie sollen lernende bzw. denkende Maschinen komplexe Aufgaben übernehmen können, bei denen Erfahrung, Kreativität und neue Ideen gefordert sind.

Start-Ups stellten sich in der „Ideengreislerei“ vor. MY ESEL stellt individuell gefertigte Fahrräder her.

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